Georg von Peuerbach-Gymnasium
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Lesung Kathrin Steinberger
5AT-5B-5S, März 2026

Lesung Kathrin Steinberger aus den Büchern „Der Rosengarten. Rosa, der Krieg und das Niemandsland“ und „Manchmal dreht das Leben einfach um“

Es ist schon so etwas wie eine Tradition: Für die 5. Klassen organisiert die Schulbibliothek des GVP – mit Unterstützung des Elternvereins – eine Lesung aus aktueller Jugendliteratur. Heuer war am 11. März Kathrin Steinberger bei uns zu Gast. Sie hat aus ihren Büchern „Der Rosengarten. Rosa, der Krieg und das Niemandsland“ und „Manchmal dreht das Leben einfach um“ gelesen. Im ersten Buch geht es um den Ersten Weltkrieg aus der Sicht eines 17-jährigen Mädchens. Es wird in dem Roman die Nahrungsmittelknappheit in Wien zu dieser Zeit sehr deutlich. Durch die Figur eines desertierten, verletzten Soldaten erfahren die Leser, wie junge Männer den Krieg an der Front erlebten. In „Manchmal dreht das Leben einfach um“ geht es darum, dass neben einem hochbegabten 17-jährigen Mädchen ein ehemaliger Skateboard-Profi einzieht, der wegen eines Sturzes seine Karriere beenden musste. Wie verändert sich durch die Begegnung der beiden Figuren ihr Leben?

Im Zuge der Nachbereitung hat die 5AT kreative Texte zum Thema „Neben mir zieht …….. (eine berühmte Person) ein, wie verändert sich dadurch mein Leben?

Mark Forster, der Mark Forster zieht neben mir ein! Ich kann es immer noch nicht fassen. Ich bin aber sehr froh darüber, meinem Ex-Nachbarn „Au revoir“ zu sagen. Ich machte mich also auf den Weg zu seiner Haustür: Ding dong! Er persönlich öffnete die Tür: „Hallo Sportsfreund, bist du der neue Nachbar?“ Ich antwortete: „Äh, ja, aber du bist neu hier!“ In den nächsten Tagen bemerkte ich, dass ich langsam seine Sprache annahm! Zum Beispiel beim Golfspielen, bei jedem Schlag muss ich plötzlich „Horruck“ sagen. Oder wenn ich schlecht drauf bin, „donnerwetter“. Wenn ich etwas falsch habe: „man“. Wenn mich jemand ärgert: „Na warte“, oder wenn ich die Türe aufmache: „Wir kaufen nichts.“ Abgesehen davon trage ich mein Käppie immer rückwärts. Das ist voll der Mark-Forster-Effekt. (ein Schüler aus der 5AT, der anonym bleiben will)

Mark zieht bei mir im Block ein, ab jetzt ist jeder Duft von Kuchen von einem lauten „Hurra“ von Mark begleitet. Nachts kann ich nicht mehr schlafen, da er jeden Abend „Und die Chöre sing´n für dich WOOHOO!“ singt. Mittagessen muss ich jedoch nicht zubereiten, da mir Mark immer eine Portion mitmacht. Im Hof liegen hunderte, wenn nicht tausende Kappen, alle von Marks Balkon geworfen, wenn er sich auch nur ein bisschen freut. Er stiehlt regelmäßig die Hausschuhe der anderen Nachbarn und legt an deren Stelle eine unterschriebene Autogrammkarte. Ich müsste jeden Tag für ihn Pakete annehmen, da er so laut seine eigene Musik hört, dass er nicht merkt, wenn der Postbote Sturm klingelt und mit voller Wucht gegen die Wohnungstür schlägt. Wenn sich draußen Jugendlichen die Schädel einhauen, kommt er mit zwei Stühlen in den Hof und versucht, die zwei zu versöhnen. (Felix, 5AT)

Es war ein ganz gewöhnlicher Mittwochnachmittag und ich war gerade draußen im Garten. Auf einmal hörte ich ein lautes Poltern. Ich wollte wissen, was sich dort abspielte, also schaute ich auf die Straße. Ich bemerkte einen großen LKW, von dem viele Leute Tische, Sofas und andere Möbel zu dem neugebauten Haus trugen. Ich fragte mich schon die ganze Zeit, seitdem die Baustelle begonnen hatte, wer hier einziehen würde. Denn es war ein riesiges Haus, das gar nicht in unsere Siedlung hineinpasste. Plötzlich erkannte ich in einem schwarzen Auto Mark Forster. Zuerst dachte ich, ich hätte mich geirrt, doch dann, als er ausstieg, war ich mir sicher. Seitdem hat sich mein Leben ein bisschen verändert, weil ein berühmter Sänger direkt neben mit wohnt. Manchmal sehe ich ihn draußen und wir sagen kurz „Hallo!“ Das war am Anfang sehr ungewöhnlich und komisch, doch jetzt gehört es schon zu meinem Alltag. Manchmal ist es aber auch etwas nervig, weil viele Fans vor seinem Haus stehen und es dadurch oft sehr laut ist. (eine Schülerin der 5AT)

Bericht: Mag. Magdalena Weiretmayr