Homo Faber - Kammerspiele Salzburg
5T, 27. Mai 2013
 

In dem Stück "Homo Faber" von Max Frisch, gespielt in den Kammerspielen in Salzburg am 27.5., geht es um den Schweizer Ingenieur Walter Faber alias Homo Faber.ch fand die Inszenierung von Volkmar Kamm sehr gut, da er das eher theaterungeeignet geschriebene Buch sehr kreativ in ein Theaterstück verwandelt hat. Der immer fortlaufende Monolog der Hauptfigur Faber wurde zum Beispiel durch eine Doppelbesetzung der Rolle gelöst. Auch das sehr spartanisch gehaltene Bühnenbild erfüllt seinen Zweck, es schränkte die Vorstellungskraft der Besucher nicht ein. Ich glaube aber, dass die Inszenierung für Personen, welche den Roman nicht gelesen haben, schwer nachvollziehbar wäre, da ein ständiger Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart die Handlung bestimmt. Weniger gut gelöst fand ich aber, dass das Hauptaugenmerk auf die Beziehung zwischen Walter Faber und seiner Jugendliebe Hannah Landsberg gerichtet war, was nicht der Intention des Buches entspricht. Das Techtelmechtel zwischen Faber und Sabeth rückt in den Hintergrund.Alles in allem fand ich das Stück sehr unterhaltsam und gut gelöst.

Bericht: Franziska S., 5T
 


letzte Aktualisierung: 16.06.13

Zur Startseite

Zur Startseite