Werkanalyse


" Die Gesundbeter" von George Grosz

BILDANALYSE

I. SEMANTIK (Inhalt) Was?
1) Was ist dargestellt? : Behandlungsraum zur Musterung im ersten Weltkrieg
2) Welche Personen sind zu sehen? Höhere Offiziere, ein Wachposten, ein Arzt, ein Sanitäter und der zu Musternde, dargestellt als Skelett
3) Was machen die einzelnen Personen?: Arzt untersucht und erklärt den bereits Toten für tauglich (KV=Kriegsverwendung). Der Wachposten steht stramm. Die Offiziere unterhalten sich, obwohl sie die Hauptverantwortlichen für die Entscheidung sind.
4) Welche Zeit ist dargestellt? Gegen Ende des Erster Weltkriegs.

II. SYNTAKTIK (Bildmittel) Wie?
1) Welche bildnerischen Mittel werden verwendet? Hauptsächlich Linie, wenig Hell-Dunkel beim Skelett, Vereinfachung der Form 
2) Welche Technik? Federzeichnung
3) Wie ist der Bildaufbau? (Komposition)? Welche Gestaltungsmittel? Dreiecksform, wenn man die Köpfe der Offiziere und den des Arztes verbindet. Wesentlich ist der Formkontrast rund-gerade (Kopf des Arztes- Raumlinien). Senkrecht und Waagrecht kreuzen sich in der Messlatte des Toten und der Bodenlinie (wirkt wie gekreuzigt).
4) Wie wird  Räumlichkeit dargestellt? Art Perspektive, Tisch passt von der Räumlichkeit her nicht dazu (aufgeklappt, damit man besser sehen kann, was sich darauf befindet), er hat keine Beine

III. PRAGMATIK (Entstehungs- und Wirkungsbedingungen) Welche Absicht?
1) Welche Absicht verfolgte der
Künstler?
Das Blatt "Die Gesundbeter" entstand 1918 und wurde in der Mappe "Gott mit uns" 1920 in Berlin veröffentlicht. Ist als Kritik gemeint, jeden Schwerverletzten zu nehmen, weil man nicht genug Einsatzkräfte hatte.
2) Welche Wirkung hat das Bild auf den Betrachter? Kritisch. Aufweckend.

IV. SIGMATIK (Verhältnis zwischen Realität und Abbild)
Wie verhalten sich Wirklichkeit und Darstellung zueinander?
Bild ist voll von Symbolen:
Übertreibung durch Skelett- Vergleich (Tod- Krieg- Hunger) Rangunterschiede sind durch Mimik, Haltung und Typisierung der untergeordneten Personen zu erkennen. Die höheren Offiziere sind durch Rangabzeichen und Statussymbole definiert (Zigarre, Monokel, Barttracht). Sie haben keine Ohren, reden aber. Intellektuelle tragen eine Brille (auch das Skelett). Untergeordnete weisen strenge Senkrecht-Waagrechtbezüge auf (sind in das politische System eingebunden)

 

Werk: "Was hast du eben gesagt, Mausi ?" von Gerhard Haderer

I ) Semantik

1) Welcher Inhalt ?
2) Welche Personen ?
3) Handlung ?
4) Zeit ?

1) Zeigt das Bett eines vermutlich österreichischen Ehepaares, wobei der weibliche Part ein Skelett ist.
2) Ein Mann und eine verstorbene Frau.
3) Der Mann liest Zeitung und erkundigt sich, ob sein ‚Mausi' etwas gesagt hat. Diese hat vor ihrem Tod  vermutlich geweint, da Taschentücher neben ihr liegen.
4) Relativ aktuell, da el. Licht vorhanden und dieses auch modern gestaltet ist.

II) Syntaktik

1) Bildnerische Mittel
2) Technik
3) Bildaufbau

1) starker Kontrast Farbe- Nichtfarbe (Mann-Skelett) . Komplementärkontrast (blau/orange)
2) Pinselzeichnung
3) Schrägführung des Bettes & Figuren - Führt ins Bild hinein.
Gegenschräge durch Bett (gibt Dynamik)

III) Pragmatik

1) Entstehungsgeschichte
2) Wirkung


1) Hindeuten auf die Ehekrisen, und die Rücksichtnahme auf Ehefrau.
2) Abschreckend, Lustig

IV) Sigmatik

Symbol für die fehlende Kommunikation zwischen den Eheleuten ist die Zeitung